Geschichten über kletternde Fische im Fluss Luvilombo in der Demokratischen Republik Kongo gab es schon lange. Doch dokumentiert und wissenschaftlich nachgewiesen hatte dieses erstaunliche Verhalten bisher niemand. Wenn der Wasserstand stimmt, lässt sich am rund 15 Meter hohen Luvilombo-Wasserfall ein kleines Naturwunder beobachten: Kleinere Individuen der Art Parakneria thysi arbeiten sich Stück für Stück die steilen Felsen hinauf. Dabei können sie selbst überhängende Stellen überwinden! Erreichen sie eine flachere Stelle, ist erst einmal Pause angesagt. Kein Wunder: Der Aufstieg kann mehr als neun Stunden dauern und kostet enorm viel Kraft. Aber wie schaffen die Tiere das überhaupt? Forschende haben entdeckt, dass Bauch- und Brustflossen der Tiere mit zahlreichen winzigen Haken ausgestattet sind, die als kleine Kletterhilfen wirken und den Fischen Halt auf dem nassen Fels geben. Warum sie diese Strapaze auf sich nehmen, ist noch nicht abschließend geklärt. Vielleicht finden sie flussaufwärts mehr Nahrung. Vielleicht entkommen sie dort auch Räubern, die weiter unten im Fluss lauern.








